Bamiyan

Die großen Buddha-Statuen im Tal von Bamiyan (Afghanistan) waren einmal mit 55m und 38m die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt. Der Komplex bestand aus insgesammt zwei kolossalen Statuen und sind Zeugniss der großen Gandhara-Kultur, die sich über Teile des heutigen Pakistans und dem heutigen Afghanistans erstreckte.
Der Felsen um die Statuen ist durchzogen von vielen Höhlen mit kleinen Tempeln und Höhlenmalereien.

Entstanden sind im 6. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Sie wurden aus dem Sandstein des Berges gemeißelt und waren zu früheren Zeit bemalt und zum Teil sogar mit Gold belegt (so berichtete es der chinesische Pilgermöch Xuanzang (603-664) (jap. Genjo Sanzo)).

Die größere Statue stellte Buddha Dipamkara dar (siehe Bild). Die kleinere Statue stellte Shakyamuni Buddha dar.

Ende des 17.Jahrhunderts wurden die Statuen bereitsb schwer beschädigt, als sie von Truppen des Großmoguls Aurangzeb (1658-1707) für Schießübungen mit Kanonen beschossen wurden.

Im März 2001 wurden die Statuen dann von radikalen Bildestürmern der Taliban trotz weltweiter Proteste unter Einsatz massiven Artilleriebeschusses und Sprengstoff vollständig zerstört. Danach wurden zudem große Teile der Höhlenmalereien beschädigt oder geplündert. Heute sind nur noch die riesigen leeren Nischen und vereinzelte Trümmer vorhanden. Die UNESCO und anderen Organisationen bemühen sich heute, diese Überreste zu erhalten und vielleicht sogar eines Tages wieder aufzubauen.
Dafür wurde das Gelände mit Lasertechnik vermessen und vorhandenes Bildmaterial genutzt um digitale 3D-Rekonstruktionen für einen späteren Wiederaufbau zu erstellen.



Der große Buddha von Bamiyan (Buddha Dipamkara)

Bamiyan's Buddha (Buddha Dipamkara)
UNESCO


Nische des großen Buddha von Bamiyan

Bamiyan Site (Nische des großen Buddha)
UNESCO / Mario Santana


Nische des kleinen Buddha von Bamiyan

Bamiyan Site (Nische des kleinen Buddha)
UNESCO / Mario Santana


Baladharma

Narrenlehre



Bernagchen

Der zweiarmiger Mahakala Bernagchen (Schwarzer Mantel) ist Hauptschützer der Karmapas und der Mahamudra Lehre (Karma Kagyu Schule).




Zweiarmiger Mahakala Bernagchen
dharmaweb.de


Bhaisajyaguru

Jap. Yakushi Nyorai
Medizin-Buddha



Bhavachakra

bhvacakra
"Das Rad des Werdens" , "Rad des Lebens"

An tibetischen Tempeln hängt häufig an der Außenwand ein Bild des Lebenrades. Es symbolisiert die samsarische Welt welche symbolisch mit dem Eintreten in den Tempel hin zur Erlösung verlassen wird.




Thangka - Bhavachakra, das Rad des Werdens
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Umgebung

Das Lebensrad wird von grimmigen Dämon des Todes Mara umschlossen



Zentrum - Die drei Geistesgifte

Im Zentrum werden die Treibkräften bzw. Verunreinigung (klesa)
Begierde (raga) symbolisiert durch einen Hahn
Hass (dvesa) symbolisiert durch eine Schlange
Verblendung (moha) symbolisiert durch ein Schwein

Die Vernichtung dieser Verunreinigung soll es ermöglichen den Kreislauf der Wiedergeburt (Samsara) zu durchrechen.



Die sechs Daseinsbereiche

1.) Der Bereich der Götter (deva)
2.) Der Bereich der Halbgötter (asura)
3.) Der Welt der Tiere
4.) Der Höllenbereich
5.) Bereich der Geister
6.) Menschenwelt



Karmischer Abstieg und Auftieg

Gebunden von den schlechten Taten gehen die Wesen den Weg des karmischen Abstiegs (symbolisiert durch Höllendämonen, die das Wesen an einem Seil herunterziehen).
Karmischen Aufstieg erfahren die Wesen, die dem Dharma folgen und gute Taten vollbringen.



Pratityasamutpada

Der Konditionalnexus

01.) Unwissenheit (avidya)
02.) Tatabsichten (samskara)
03.) Bewußtsein (vinana)
04.) Name und Körper (namarupa)
05.) Die Sechs Sinne (Sadayatana)
06.) Berührung (sparsa)
07.) Empfindung (vedana)
08.) Gier und Durst (trsna)
09.) Ergreifen (upadana)
10.) Werden (bhava)
11.) Geburt (jati)
12.) Alter und Tod (jaramarana)



Avalokitesvara

steht außerhalb des Lebensrades, frei von Wiedergeburt



Buddha Gautama

steht außerhalb des Lebensrades, frei von Wiedergeburt



Bardo

(tib: Bar-do) "Zwischenzustand" zwischen Tod und Wiedergeburt



Bardo Thödel

(Bar-do thos-grol chen-mo)
Tibetisches Totenbuch -Die Große Befreiung durch Hören in den Zwischenzuständen
verfasst von Padmasambhava



Bhumi

Skrt. "Land"; Zehn Stufen, die ein Bodhisattva bis zur Erlangung der Buddhaschaft durchlaufen muß.



Bodhi

erwacht, erwachter Zustand



Bodhichitta



Bodhisattva

Japanisch: Bosatsu
Wörtlich "Derjenige der unerschrocken genug ist, den Bodhi-Weg zu gehen" -> "Erleuchtungswesen" heißt im Mahayna-Buddhismus ein Wesen das gelobt Erleuchtung aus Mitgefühl für andere (alle fühlenden Wesen) anzustreben. Die Erlangung der Buddhaschaft wird angestrebt aber auf den Einzug ins Nirvana wird solange verzichtet, bis alle Wesen vom Leiden erlöst sind.
Die Ausübung der Tugendvollkommenheiten (Paramita) eines Bodhisattva werden hierbei als Weg zur Buddhaschaft und als Möglichkeit der aktiven Hilfe für andere Wesen betrachtet.
Zu Beginn steht der Erleuchtungsgedanke (Bodhicitta) und der Entschluß Erleuchtung aus Mitgefühl für andere Wesen anzustreben.
Dies führt zum Ablegen des Bodhisattva-Gelübdes (Pranidhana).






Die sechs Tugenden eines Bodhisattvas

Die sechs Tugenden eines Bodhisattvassind (gemäß Prajnaparamita-Sutra):
(1) Großzügigkeit, Freigebigkeit (dana)
(2) reine ethische Grundsätze (sila)
(3) Geduld, Toleranz (ksanti)
(4) Willenskraft, Ausdauer (virya)
(5) Meditation, Entwicklung von vollkommener Konzentration (dhyana)
(6) Weisheit (prajna)
welche später noch durch 4 weitere Tugendenergänzt wurden:
(7) Anwendung der richtigen Methode (upaya)
(8) Vorsatz oder gelübde (pranidhana)
(9) Kraft (bala)
(10) Wissen (jnana)
Diese Tugenden sollen systematisch aufgebaut werden.



Der aktive Bodhisattva-Weg

Ein Laufbahn-System eines Bodhisattvas ist in 10 Stufen unterteilt (Bhumi).
Vorraussetzung für diesen Stufenweg ist die Aussrichtung auf den Erleuchtungsgedanken (Bodhicitta).

Die im 'Zehnstufen-Sutra' (Dasábhumika-Sutra) beschriebenen Stufen sind
(1) Die Freudige (paramudita)
(2) die Makelose (vimala)
(3) die strahlende (prabhakari)
(4) die Flammende (arcismati)
(5) die schwer zu Erringende (sudurjaya)
(6) die (der Weisheit) Zugewandte (abhimukhi)
(7) die Weitreichende (durangama)
(8) die Unbewegte (acala)
(9) die mit frommen Denken versehene (sadhumati)
(10) die Wolke der Lehre (dharmamegha)
Die 10 Tugenden und die 10 Stufen werden im Dasábhumika-Sutra miteinander verknüpft.
Auf den zehn Stufen des Bodhisattva Wegs werden die jeweiligen Tugenden besonders geübt und zur Vollkommenheit gebracht:

Die erste Bodhisattva-Stufe(die Freudige) erfüllt den jungen Bodhisattva mit Freude über das Erheben aus dem normalen Bereich. Die normalen Ängste des Alltags treten zurück und der Glaube in die Buddhas, das Mitgefühl für alle Wesen und das Studium der Lehren (Dharma) führen zu Begeisterung auf diesem ersten Stück des Weges.
Auf dieser ersten Stufe übt der Bodhisattva die erste Tugend: die Großzügigkeit, bzw Freigebigkeit (dana).
Die zweite Bodhisattva-Stufe(die Makelose) erfüllt den Bodhisattva mit der Vervollkommnung der reinen ethischen Grundsätze (Der edle achtfache Weg):

1. Rechte Ansicht2. Rechter Entschluß3. Rechte Rede4. Rechtes Verhalten5. Rechte Lebensführung6. Rechte Anstrengung7. Rechte Achtsamkeit8. Rechte Sammlung
Durch die Beseitigung von Verunreinigungen (klésa) wird der Bodhisattva makelos und frei von Begierden.

Die dritte Bodhisattva-Stufe(die Strahlende) beinhaltet die Vertiefung und das unermüdliche Studium der Lehre (dharma) . Der Bodhisattva wird durch seine tiefe und reine Kenntnis der Philosophie wie zu einer "Leuchte des Dharma". Sein unermüdlicher Einsatz im Studium der Lehren lässt in ihm die Tugend der Geduld heranreifen.

Die vierte Bodhisattva-Stufe(die Flammende) entwickelt die Tugend der Willenskraft und führt zur Festigung des Vertrauens in die drei Juwelen(Buddha, Dharma und Sangha) . Fuerige Visionen über die Vergänglichkeit des Daseins und die Bedeutung der Erlösung aus dem Kreislauf des Samsara, sowie das Nachdenken über die Natur der Dinge geben dieser Stufe ihren Namen.

Die fünfte Bodhsisattva-Stufe(die schwer zu Erringenden) führt zur Entwicklung von vollkommener Konzentration (dhyana). Kontemplation über die konventionelle und die absolute Wahrheit sowie über die Leerheit (sunyata) der Dinge sind der Weg dieser Stufe.

Die sechste Bodhisattva-Stufe(die der Weisheit zugewandte) vervollkommnet die Tugend der Weisheit (prajnaparamita).

Die siebte Bodhisattva-Stufe(die Weitreichende) ist die Stufe des Fortschrittes in der der Bodhisattvanicht mehr durch die Gesetze der Natur behindert ist. Seine Kenntnis über die erlösende Wahrheit (prajna) würde es ihm ermöglichen im Falles des Todes ins Paranirvana einzugehen und endgültig zu verlöschen. Dies hwürde bedeuten, dass er für immer aus dem Kreislauf der Wiedergeburt ausgetreten wäre. Da er jedoch ein Gelübde abgelegt hat, in dem er verspricht nicht eher zu verlöschen, bis alle Wesen vom Leiden befreit sind, nimmt er das aktive Nirvana (apratishita) an. Hierbei kann er frei von samsarischen Zwängen in der Welt verweilen um anderen Wesen auf dem Weg zur Erlösung zu helfen. Er wird dabei zum Transzendenten Bodhisattva.
Auf dieser siebten Stufe hat der Boddhisattva zusätzlich die Fähigkeiten erlangt, immer die richtige Wahl der Methode treffen zu können, um anderen Wesen zu helfen und ist in der Lage seine guten Verdienste (karman) anderen Wesen zu übertragen (parinamana). Handelt er dabei selbstlos und aus Mitgefühl, erschöpfen sich seine Verdienste dabei nicht. Im Gegenteil: Durch das selbstlose "Verschenken" guten Karmas wird neues gutes Karma aufgebaut.

Die achte Bodhisattva-Stufe(die Unbewegte) ermöglicht dem Bodhisattva nicht nur unerschütterlich an seinem Gelübde festzuhalten, sondern gibt ihm auch die Kraft in jeglicher, der Sache dienlichen Erscheinungsform, aufzutreten.

Die neunte Bodhisattva-Stufe(die mit frommen Denken versehene) gibt dem Bodhisattva die Kraft und das analytische Wissen ein hervorragender Prediger des Dharma zu sein. Ebenso soll er ein Verständnis für magische Schutzformeln (dharani) entwickeln, die er dem Schutzsuchenden anheimgeben kann.

Die zehnte Bodhisattva-Stufe(die Wolke der Lehre) nist die Erreichung des Daseins als himmlicher Bodhisattva. Dies ermächtigt den Boddhisattva quasi von oben Energien zum Reduzieren des Leidens der Wesen zu senden. Die voll entwicleöte Tugend des Bodhisattva der zehnten Stufe ist das Wissen bzw. die Weisheit (prajna).



Der passive Bodhisattva-Weg

Der passive Bodhisattva-Weg bedient sich der transzendenten Bodhisattvas als Retter.
Man hat also nicht den Wunsch selbst ein Bodhisattva zu werden, legt also das Bodhisattva-Gelübde nicht ab oder man hat nicht genug Verdienst um diesen an andere zu übertragen. Dann ist die Anrufung der transzendenten Boddhisattwas nach Beistand zur Erlösung der passive Boddhisattva-Weg.
Neben vielen anderen transzendenten Boddhisattvas werden am häufigsten zwei Gruppen genannt:
Die den fünf Sambhogakaya-Buddhas(Vairocana, Aksobhya, Rattnasambhava, Amitabhaund Amoghasiddhi) beigeordneten transzendenten Boddhisattvas (Samantabhara, Vajrapani, Ratnapani, Avalokitesvaraund Visvapani) hier am häufigsten genannt.

Die acht transzendenten Bodhisattvas:
(1) Avalokitesvara
(2) Akasagarbha
(3) Vajrapani
(4) Ksitigarbha
(5) Sarvanivaranaviskambhin
(6) Maitreya
(7) Samantabhara
(8) Manjushri
Später wurden auch weibliche Bodhisattvas (Taras) dem Pantheon beigefügt.
Die beliebteste Taraist hier die weiße Tara.



Buchempfehlung zum Bodhisattva-Weg

[355]
Thogme Zangpo
The Thirty-Seven Practices of All Buddhas' Sons
Rgyal-sras lag-len so-bdun-ma
Tibetisch / Englisch
© 1989 Library of Tibetan Works and Archives / Reprint 2005
ISBN 81-85102-69-4



Bodhisattvas des Dreifachen Prinzips

Avalokiteshvara, Manjushri und Vajrapani
Sie verkörpern die drei Aspekte des erleuchteten Zustandes:
Mitgefühl, Wissen und Macht



Bosatsu

jap. für Bodhisattva



Buddha

Skrt.,Pali "der Erwachte"
1. ein Mensch, der die Erlösung aus dem Kreislauf der Existenzen (Samsara) führende vollkomene Erleuchtung verwirklicht und damit die vollkommene Befreiung (Nirvana) erreicht hat. Die auf die Erleuchtungserfahrung begründete Lehre sind die "Vier Edlen Wahrheiten". Ein Buddha wird nicht mehr von seinen Empfindungen beherrscht. Nach seinem körperlichen Tod wird er nicht mehr wiedergeboren, und bricht somit aus dem Kreislauf des Samsara aus.
2. der historische Buddha unseres Weltzeitalters ist Shakyamuni Buddha. Er wurde um das Jahr 563 vor unserer Zeitrechnung als Sohn Siddhartha des Fürsten Shuddhodana Gautama aus dem Geschlecht der Shakyas geboren.
Nach jahrelangem behütetem Leben innerhalb der fürstlichen Mauern sah er eines Tages das Leiden der Menschen außerhalb seines behüteten Heimes, und beschloß das Zuhause zu verlassen und sein Leben als wandernder Asket weiterzuführen. (Daher auch der Name Shakyamuni, was bedeutet: "der schweigende Weise aus dem Geschlecht der Shakyas").
3. das "Buddha-Prinzip", das sich in verschiedensten Erscheinungsformen manifestiert.
4. Synonym für das Absolute, und in die jeder Hinsicht eigenschaftslose letzte Wirklichkeit, das Buddha-Wesen (die Buddha-Natur).



Buddha Shakyamuni

Er wurde um das Jahr 563 vor unserer Zeitrechnung als Sohn Siddhartha des Fürsten Shuddhodana Gautama aus dem Geschlecht der Shakyas geboren.
Nach jahrelangem behütetem Leben innerhalb der fürstlichen Mauern sah er eines Tages das Leiden der Menschen außerhalb seines behüteten Heimes, und beschloß das Zuhause zu verlassen und sein Leben als wandernder Asket weiterzuführen. Nach Jahren des Lernens und der Askese, welche er später aufgab, wurde Shakyamuni unter dem Pippala-Baum (Ficus religiosa) im alter von 35 Jahren erleuchtet.
Nach seiner Erleuchtung lehrte Buddha noch 45 Jahre bis er im Alter von 80 Jahren starb.



Geburt

Geburt Buddhas (Figurengruppe in Phnom Penh / KH)
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Lebensweg des Buddha
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Eingang ins Parinirvana

Sterbender Buddha - Wat Krom Tempel - Kambodscha
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Fudo-Myo-O
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Budong Mingwang

auch Bu Dong Ming Wang
siehe Fudo-Myo-O




Budong Mingwang
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Bukkyô

jap. wörtl "Buddha-Lehre"; der Buddhismus ->Buddha-Dharma



Buppo

jap. für Buddha-Dharma



Butsu / Butsuda

jap. für Buddha



Butsudan

jap. Buddha-Altar in einem Kloster, Tempel oder als Hausaltar.
Häufig sind sie mit reich verzierten Flügeltüren ausgestattet, die es ermöglichen den Schrein zuschließen.



Butterlampe
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